Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP-Systeme) sind für Unternehmen geschäftskritisch geworden, da sie mit zunehmender betrieblicher Komplexität und Datenfragmentierung konfrontiert sind. Laut Gartner, Organisationen, die auf unverbundene Systeme angewiesen sind, können bis zu 20–30% in Bezug auf die betriebliche Effizienz, während McKinsey berichtet, dass Integrierte digitale Plattformen wie ERP können die Produktivität verbessern, indem bis zu 25% bei korrekter Implementierung. Wenn Unternehmen über Märkte, Funktionen und Teams hinweg expandieren, führt das Fehlen eines einheitlichen Systems häufig zu verzögerten Entscheidungen, höheren Kosten und eingeschränkter Transparenz.
ERP-Systeme begegnen dieser Herausforderung durch die Integration zentraler Geschäftsfunktionen – wie Finanzen, Lieferkette, Vertrieb und Personalwesen – in einer einzigen, zentralen Plattform. Mit Blick auf das Jahr 2026 und darüber hinaus sind ERP-Lösungen nicht mehr nur reine Datenspeichersysteme; sie entwickeln sich zu intelligenten Geschäftsplattformen, die auf Cloud-Technologien, Automatisierung und Echtzeitanalysen basieren. Diese modernen ERP-Systeme unterstützen Unternehmen dabei, schneller auf Veränderungen zu reagieren, Arbeitsabläufe zu optimieren und fundierte, datenbasierte Entscheidungen zu treffen.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie ERP-Systeme In realen Geschäftsumgebungen messbaren Mehrwert liefern. Anhand praktischer Fallstudien hilft Ihnen dieser Artikel zu verstehen, wie Unternehmen ERP-Lösungen erfolgreich implementieren, welche Ergebnisse sie erzielen und wie ähnliche Ansätze angewendet werden können, um die Effizienz zu maximieren, Abläufe zu optimieren und nachhaltiges Wachstum zu fördern.
ERP-Fallstudien aus der Praxis im Jahr 2025
Fallstudie 1: Nestlé – Globale ERP-Standardisierung im großen Maßstab
Bis 2025 hatte Nestlé ein mehrjähriges ERP-Modernisierungsprogramm zur Standardisierung der Abläufe in seinen globalen Geschäftseinheiten weitgehend abgeschlossen. Da Nestlé in Hunderten von Märkten tätig war, sah sich das Unternehmen mit fragmentierten Prozessen, inkonsistenten Daten und eingeschränkter regionsübergreifender Transparenz konfrontiert. Um dem entgegenzuwirken, führte das Unternehmen weiterhin … SAP S/4HANA als zentrale ERP-Plattform.
Nestlé begann mit einer umfassenden Prüfung der bestehenden Arbeitsabläufe in den Bereichen Finanzen, Lieferkette, Beschaffung und Produktion. Diese Analyse half, Doppelarbeit, lokale Ineffizienzen und Integrationsrisiken vor einer großflächigen Einführung zu identifizieren. Anstelle einer einzigen globalen Einführung verfolgte Nestlé einen anderen Ansatz. schrittweiser, marktbezogener Ansatz, beginnend mit kleineren und weniger komplexen Regionen.
Ein eigens dafür eingerichtetes Governance-Team – bestehend aus IT-Leitern, Geschäftsprozessverantwortlichen und SAP-Spezialisten – überwachte die Implementierung. Besonderer Wert wurde auf Change-Management und Endbenutzerschulungen gelegt, um eine breite Akzeptanz zu gewährleisten.
Zu den Ergebnissen bis 2025 gehörten:
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Verbesserte globale Prozesskonsistenz in den Bereichen Finanzen und Lieferkette
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Schnellere Finanzabschlusszyklen
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Bessere Echtzeit-Transparenz von Lagerbestand und Nachfrage
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Reduzierte operative Komplexität in allen Regionen
Der Fall Nestlé zeigt, wie große Unternehmen ERP-Systeme erfolgreich skalieren können, wenn Governance, Schulung und schrittweise Implementierung Priorität haben.
Fallstudie 2: Cisco Systems – ERP-Modernisierung für Echtzeitbetrieb
Cisco Systems entwickelte seine ERP-Landschaft kontinuierlich weiter, um Echtzeit-Entscheidungsfindung und komplexe globale Abläufe zu unterstützen. Bis 2025 hatte Cisco den Einsatz von Oracle Cloud ERP, um von veralteten, lokal installierten Systemen wegzukommen und so Agilität und Skalierbarkeit zu verbessern.
Vor der Implementierung vereinfachte Cisco interne Prozesse und standardisierte Datenstrukturen abteilungsübergreifend. Diese Vorbereitungsphase reduzierte den Anpassungsaufwand und minimierte das Implementierungsrisiko. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen entschied sich Cisco für einen hochgradig koordinierte unternehmensweite Einführung, unterstützt durch umfangreiche Tests und Szenarioplanung.
Interdisziplinäre Teams aus den Bereichen Finanzen, Lieferkette, Vertrieb und IT arbeiteten während des gesamten Prozesses zusammen. Mitarbeiterschulungen und interne Kommunikation wurden als entscheidende Erfolgsfaktoren behandelt und nicht vernachlässigt.
Wichtigste Ergebnisse, die bis 2025 zu erwarten sind:
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Finanzkonsolidierung und Berichterstattung nahezu in Echtzeit
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Verbesserte Auftragsabwicklung und Bestandsgenauigkeit
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Reduzierter Wartungsaufwand für das System
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Stärkere Datengrundlage für Prognosen und strategische Planung
Die Erfahrungen von Cisco verdeutlichen, wie ERP-Systeme als operative Echtzeit-Infrastruktur fungieren können, wenn Prozesse vor der Technologieeinführung vereinfacht werden.
Fallstudie 3: Hershey's – ERP-gestützte Effizienzsteigerung in der Lieferkette
Hersheys ERP-Einführungsprozess hat sich bis 2025 nach den zuvor bewältigten Herausforderungen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen deutlich weiterentwickelt. Das Unternehmen stärkte seine ERP-Grundlage durch SAP S/4HANA, mit einem verstärkten Fokus auf die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette, die Genauigkeit der Daten und die operative Agilität.
Hershey's begann damit, die gesamten Geschäftsprozesse in den Bereichen Fertigung, Logistik, Beschaffung und Finanzen neu abzubilden. Dadurch wurde sichergestellt, dass die ERP-Konfiguration auf die tatsächlichen betrieblichen Bedürfnisse und nicht auf veraltete Arbeitsabläufe abgestimmt war. Strategie für die schrittweise Einführung ermöglichte es den Teams, die Systemleistung zu überprüfen, bevor sie auf komplexere Operationen ausgeweitet wurden.
Das Unternehmen investierte stark in strukturierte Schulungsprogramme, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter sowohl das System als auch die neuen standardisierten Prozesse, die es ermöglichte, verstanden.
Zu den Verbesserungen nach der Implementierung gehörten:
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Genauere Bedarfsplanung und Bestandsverwaltung
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Bessere Abstimmung zwischen Fertigung und Vertrieb
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Verbesserte Datenzuverlässigkeit für operative Entscheidungen
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Höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Lieferkettenunterbrechungen
Die Transformation von Hershey zeigt, wie ERP-Systeme in Verbindung mit einer konsequenten Prozessneugestaltung und Strategien zur Nutzerakzeptanz die betriebliche Stabilität und Effizienz deutlich verbessern können.
Gründe für das Scheitern von ERP-Implementierungen
Trotz der potenziellen Vorteile verläuft die ERP-Implementierung nicht immer erfolgreich. Mehrere Faktoren können zum Scheitern eines ERP-Systems führen, auf die wir im Folgenden näher eingehen werden:
1. Mangelhafte Planung und Projektmanagement
ERP-Implementierungen erfordern eine langfristige strategische Planung, nicht nur die technische Umsetzung. Viele Fehler treten auf, wenn Unternehmen die Komplexität unterschätzen oder zu schnelle Zeitpläne einhalten.
Häufige Probleme sind:
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Unklare Geschäftsziele und Erfolgskennzahlen
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Schwache Projektsteuerung und Entscheidungsbefugnis
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Unrealistische Zeitpläne und Budgets
Ohne einen strukturierten Fahrplan und eine starke Führung geraten ERP-Projekte oft außer Kontrolle, erhöhen die Kosten und verlieren die Übereinstimmung mit den Geschäftszielen.
2. Unzureichende Schulung und unzureichendes Veränderungsmanagement
ERP-Systeme verändern die Arbeitsweise von Mitarbeitern grundlegend. Wenn die Anwender nicht darauf vorbereitet sind, folgen Widerstand und Missbrauch.
Typische Probleme sind:
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Die Schulung konzentrierte sich ausschließlich auf Systemfunktionen, nicht auf Geschäftsprozesse.
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Begrenzte Einbindung der Endnutzer während der Implementierung
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Mangelhafte Kommunikation darüber, warum Änderungen stattfinden
Ein effektives Änderungsmanagement stellt sicher, dass die Nutzer beides verstehen Wie das System nutzen und Warum Es ist für ihre Rollen von Bedeutung.
3. Fehlende Zustimmung der Interessengruppen
Der Erfolg von ERP-Systemen hängt von der Unterstützung der gesamten Organisation ab. Wenn die Führungsebene oder wichtige Abteilungen nicht eingebunden sind, verlieren die Implementierungen an Dynamik.
Dies äußert sich häufig wie folgt:
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Geringe Unterstützung durch die Führungsebene
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Abteilungsinterner Widerstand gegen standardisierte Prozesse
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Begrenzte Verantwortlichkeit zwischen den Teams
Eine starke Unterstützung durch die Führungsebene und die frühzeitige Einbindung der Interessengruppen tragen dazu bei, Widerstände abzubauen und das Projekt an den strategischen Prioritäten auszurichten.
4. Die Wahl des falschen ERP-Systems
Die Wahl einer ERP-Lösung, die nicht den Geschäftsanforderungen entspricht, ist ein schwerwiegender und kostspieliger Fehler.
Häufige Auswahlfehler sind:
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Auswahl der Software basierend auf dem Markenruf statt auf den Anforderungen
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Branchenspezifische Funktionalität ignorieren
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Unterschätzung des zukünftigen Skalierbarkeits- und Integrationsbedarfs
Eine mangelhafte Systempassung führt zu hohem Anpassungsaufwand, Unzufriedenheit der Nutzer und begrenztem langfristigen Nutzen.
5. Übermäßige Anpassung der ERP-Plattform
Während eine individuelle Anpassung die Ausrichtung verbessern kann, erhöht eine übermäßige Anpassung oft das Risiko.
Übermäßig angepasste ERP-Systeme neigen dazu:
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Die Aktualisierung und Wartung wären schwieriger.
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Zunehmende Abhängigkeit von externen Beratern
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Systeminstabilität und Leistungsprobleme verursachen
Bei der Implementierung von ERP-Systemen nach Best-Practice-Standards steht die Prozessoptimierung an erster Stelle, während Anpassungen auf Bereiche beschränkt werden, die einen echten Mehrwert für das Unternehmen schaffen.
Abschluss
Die Implementierung von ERP-Systemen kann, bei korrekter Umsetzung, ein starker Katalysator für die digitale Transformation von Unternehmen sein. Wie Fallstudien aus der Praxis zeigen, erzielen Organisationen, die in strukturierte Planung, solide Governance, effektives Change-Management und die Akzeptanz durch die Nutzer investieren, durchweg höhere operative Effizienz, bessere Datentransparenz und fundiertere Entscheidungen. Gleichzeitig stellen häufige Fallstricke – wie mangelhafte Planung, fehlendes Engagement der Stakeholder oder übermäßige Anpassungen – weiterhin erhebliche Risiken dar, die aktiv gemanagt werden müssen.
Für Unternehmen, die ERP-Initiativen ab 2026 planen, hängt der Erfolg davon ab, die Technologie von Anfang an auf die Geschäftsziele, die Mitarbeiter und die Prozesse abzustimmen. Mit der richtigen Implementierungsstrategie können sich ERP-Systeme von reinen Betriebswerkzeugen zu langfristigen Plattformen für Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit und Wachstum entwickeln.
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