Die Einführung von KI im Personalwesen schreitet rasant voran. Personalchefs und HR-Leiter gehen von Pilotprojekten zu konkreten Anwendungsfällen über. Laut Gartner stieg der Anteil der HR-Leiter, die generative KI (GenAI) aktiv planen oder einsetzen, von 191.000 im Juni 2023 auf 611.000 bis Januar 2025 – ein Beleg für die wachsende Bedeutung von KI bei der Neugestaltung von HR-Strategien, der Personalplanung und der Mitarbeiterbindung.
Gleichzeitig steigen die Erwartungen hinsichtlich der Umwälzungen in der Arbeitswelt. Personalverantwortliche schätzen, dass 371.040 Stellen innerhalb von zwei bis fünf Jahren von KI betroffen sein werden, verglichen mit 271.040 Stellen noch vor wenigen Monaten. Während Gartner bis 2026 einen neutralen Nettoeffekt auf den Arbeitsmarkt prognostiziert, wird erwartet, dass KI bis 2036 weltweit über 500 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen wird.
Zu den wichtigsten Veränderungen im Personalwesen gehören:
- Neue HR-Rollen: Neue Positionen wie HR-Technologe, HR-Produktverantwortlicher und GenAI-Experte sind entscheidend für die Steuerung der KI-Integration und die Gewährleistung einer ethischen, geschäftsorientierten Einführung.
- Kompetenzzentren für KI (COEs): Minimale funktionsfähige KI-Kompetenzzentren helfen HR-Teams dabei, Vertrauen aufzubauen, die Einführung zu beschleunigen und hochwertige Anwendungsfälle zu priorisieren.
- KI-Agenten auf dem Vormarsch: 441 von 4T HR-Führungskräften planen, im nächsten Jahr halbautonome KI-Agenten einzusetzen, vor allem um die Mitarbeitererfahrung zu verbessern, die Rekrutierung zu optimieren und die HR-Servicebereitstellung zu verbessern.
Trotz des Optimismus bestehen weiterhin Herausforderungen. Personalverantwortliche müssen sich mit Fragen der Governance, der Genauigkeit und der Compliance auseinandersetzen und gleichzeitig die Mitarbeitenden auf KI-gestützte Aufgaben vorbereiten. Kompetenzentwicklung, Weiterbildung der Belegschaft und die Zusammenarbeit zwischen IT, Recht und Compliance sind unerlässlich, um das volle Potenzial der KI auszuschöpfen.
Während sich Unternehmen auf die nächste Ära der Arbeit vorbereiten, wird die Führungsrolle der Personalabteilung bei der Gestaltung der KI-Einführung nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Belegschaft, sondern auch den langfristigen Wettbewerbsvorteil bestimmen.
Quelle:
https://www.gartner.com/en/human-resources/topics/artificial-intelligence-in-hr

